Übersicht Alukoffer und Kofferträger

Hier eine kleine Übersicht aktueller und ehemaliger Alukoffer

Auch wenn manche Koffer nicht mehr hergestellt werden tauchen sie doch immer mal wieder als Gebrauchtware auf.
Auf Einzelanfertigungen gehen wir bewußt nicht ein da Preise und Aussehen individuell nach Kundenwunsch variieren.
Wir beziehen uns daher lediglich auf "Massenware".

Fahrzeugbreite:
Laut StVZO darf die Fahrzeugbreite bei fest verschraubten Koffern 100 cm nicht überschreiten.
Lassen sich die Koffer jedoch ohne Werkzeug an- und abbauen, so gelten sie als Gepäckstücke. In diesem Fall darf das Fahrzeug die 100 cm in der Breite auch überschreiten.

Anbringung:
Bis auf die Hepco & Becker sowie Tuareg bzw. PM Koffer werden die Boxen ohne Halterungen für den Träger geliefert.
Woick bietet für rund € 40 ein Fixing Kit an, um Koffer und Träger zu verbinden. Ebenso können aber auch die Original Halter für Alukoffer von Hepco & Becker (sehr gut aber leider auch teuer!) oder deren Nachbauten von Därr (Stückpreis ca. € 60), Touratech Halter (Stückpreis ca. € 45) oder deren Nachbauten (Stückpreis ca. € 25), Flügelmuttern sowie in Eigenregie erstellte U- Profile aus Alu verwendet werden (meist kein Diebstahlschutz).
Hepco & Becker Koffer sind bereits mit Einbauschlössern versehen. Bei allen anderen Herstellern ist Nachrüsten angesagt oder es müssen Vorhängeschlösser angebracht werden, um die Koffer vor ungewünschtem Zugriff zu sichern. Der Einbau der Schlösser stellt auch für untalentierte Schrauber kein Problem dar.


oben: Därr Halter für Hepco & Becker Träger

oben: Original Hepco & Becker Halter

oben: Touratech Halter für 2 Koffer

oben: Woick Fixing Kit


oben: OFF-THE-ROAD Anbaukit
Die unteren Haken werden am Träger eingehängt und die Stange durch die
passenden Ösen des Trägers geführt.
Der Träger ist weiter unten auf dieser Seite abgebildet.

Bist Du noch ganz dicht?

Die Hersteller preisen ihre Koffer stets als wasserdicht an und in den meisten Fällen sind sie es auch.
Bei den Koffer von Götz, Därr, Woick und Zarges empfiehlt es sich, die Falz des Bodens zusätzlich mit Silikon abzudichten. Es ist nicht zwangsläufig so, dass an dieser Stelle Wasser eindringt aber der Aufwand ist gering und man ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Wer ganz beruhigt sein möchte, verfährt mit den Bohrlöchern die durch die Anbringung der Halterungen entstanden sind, genau so.

Bei gebraucht erstandenen Koffern müssen oftmals neue Löcher für die Anbringung gebohrt werden wenn die Aufnahmen des Vorgängers nicht mit dem eigenen Träger übereinstimmen oder man die Position der Koffer verändern möchte. Um die alten Bohrlöcher zu verschließen gibt es verschiedene Möglichkeiten: die einfachste ist, die Löcher mit Gewebeband (auch Duct Tape oder Panzerband genannt) zu verkleben. Man glaubt es kaum aber es hält über Jahre und verhindert sogar Wassereinbrüche (unsere HB Koffer sind der beste Beweis). Eine andere Variante wäre, eine dünne Aluplatte mit Blindnieten anzubringen. Die Ränder werden zur Abdichtung vorher mit Silikon bestrichen. Ansonsten können die Bohrlöcher auch nur mit Silikon oder Blindnieten verschlossen werden. Ein paar Löcher mehr oder weniger schränken die Funktion oder Stabilität der Koffer nicht ein. Wer also mit diesem "Schönheitsmakel" keine Probleme hat, kann ruhigen Gewissens nach 2nd Hand Koffern schauen.

Alu- Abrieb und Vorbeugung:
Eine weitere Vorsichtsmaßnahme betrifft die Innenwänder der Koffer. Das Gepäck wird auf Tour nicht völlig bewegungslos im Koffer verharren. Durch Bewegung/ Vibration entsteht der unliebsame und kaum zu entfernende Alu- Abrieb der leider unvermeidbar ist. Ausnahmen bilden hier die Tuareg/ PM Boxen die innen mit einer Einbrennlackierung versehen sind sowie die Hepco & Becker Alu Exclusiv Koffer mit einer dicken Schaumstoffisolierung.
Um sich nicht den kompletten Kofferinhalt schwarz- grau einzufärben, sollte man entweder in Innentaschen investieren oder die Koffer zumindest mit Folie bekleben.
Hepco & Becker sowie Touratech bieten paßgenaue, stabile Innentaschen für ihre Boxen an, mit denen man sich auch getrost in einer Hotel Lobby sehen lassen kann. Universaltaschen gibt es bei den großen Zubehör Anbietern. Ob es größenmäßig mit den Koffern harmoniert, läßt sich anhand der Produktbeschreibung im Katalog meist feststellen.
Bei Aldi werden von Zeit zu Zeit recht stabile Tragetaschen für € 1 angeboten die mal mindestens eine Urlaubsreise überstehen und sogar waschmaschinentauglich sind. Die Taschen passen perfekt in den 41 Liter Zega sowie in den HB Alu Standard 45 Koffer. Wen das "dezente" Aldi Logo nicht stört, der sollte beherzt zugreifen, nach 1- 2 Wäschen ist davon eh nicht mehr viel zu sehen.
Abgesehen von der Stabilität haben Innentaschen noch den großen Vorteil, dass ich mit einem Griff mein gesamtes Gepäck aus dem Koffer mit ins Zelt oder Hotel nehmen kann.
Wem Taschen nicht zusagen, der sollte seine Koffer (auch den Deckel) mit Folie bekleben. Ist etwas fummelig, vor allem an den Rundungen, hält aber auch einige Jahre.
Dünne Jutetaschen helfen zwar, kleinere Gepäckstücke zusammen zu halten, auf Dauer aber leider nicht vor Verschmutzung.

oben: Hepco & Becker Alu Standard 45 mit Aldi Innentasche

oben: Innentasche von Polo oder Gericke

oben: Touratech Zega Innentasche

oben: Hepco & Becker Alu Standard mit Folie ausgekleidet

 

Hein Gericke Tuareg bzw. PM Boxen (baugleich)
Maße:
36 Liter = Länge 44,5 x Breite 21,5 x Höhe 40,5 cm
45 Liter = Länge 44,5 x Breite 26,5 x Höhe 40,5 cm

Alle Kanten sind mit zusätzlichen Profilen verstärkt.
Die Deckel lassen sich komplett abnehmen.
Zusätzliche Zurrösen auf den Deckeln.
An den Schmalseiten sind Aufnahmen für Benzin- bzw. Wasserkanister (können wahlweise an der Vorderseite wie auch an der Rückseite angebracht werden. Sie lassen sich ganz einfach umschrauben da die Aufnahmen dafür an beiden Seiten angebracht sind).
Die Innenseite der Koffer ist mit einer Einbrennlackierung versehen, dadurch entsteht kein Alu- Abrieb.
Die Koffer können mit Alu- Winkeln und Z- Profilen an jeden Träger montiert werden (man muss also keine Löcher in die Koffer bohren).
Diese Winkel lassen sich am Koffer verschieben und können so in der Höhe und Lage individuell angepasst werden.
Klingt vielleicht kompliziert, ist aber kinderleicht und ein geniales System.
Die Wandstärke (ohne den Profilrahmen) beträgt incl. Einbrennlackierung 4 mm! Die Teile sind also wirklich super stabil.
Das ganze System ist so ausgelegt, dass man sogar die Wahl hat, an welcher Seite der große oder kleine Koffer angebracht wird.
Gesichert werden die Boxen (Deckel sowie am Träger) durch Vorhängeschlösser.
Die Koffer sind absolut hochwertig verarbeitet und sehen selbst nach 10 Jahren aus wie aus dem Ei gepellt.
Das Gewicht der Boxen ist leider nicht Ohne und liegt bei rund 8 - 9 kg pro Koffer.
Der Neupreis lag bei rund 700 Euro pro Paar!


oben: Tuareg bzw. PM Box

Götz (Free XXX) / Därr / Woick
Die Bauart dieser Koffer ist absolut identisch.
Der Deckel und Boden ist bei allen Koffern mit einer umlaufenden Randverstärkung versehen.
Im Deckel befindet sich eine Gummidichtung, die vor Wassereinbruch schützt.
Der Deckel wird durch einen Hebelspannverschluss geschlossen.
Ein Federfallgriff befindet sich auf dem Kofferdeckel.
Es gibt die Koffer in unterschiedlichen Größen.
Woick: 38 Liter (Außenmaß Breite 28 x Länge 49 x Höhe 35 cm)
           43 Litern(Außenmaß Breite 31 x Länge 49 x Höhe 35 cm)

Götz:  35 Liter (Außenmaß Breite 24 x Länge 48 x Höhe 35 cm)
           38 Liter (Außenmaß Breite 28 x Länge 48 x Höhe 35 cm)
  
Därr:   32 Liter (Außenmaß Breite 24 x Länge 49 x Höhe 37 cm)
           36 Liter (Außenmaß Breite 27 x Länge 49 x Höhe 37 cm)
           41 Liter (Außenmaß Breite 30 x Länge 49 x Höhe 37 cm)

Die Materialstärke der o.g. Koffer beträgt zwischen 1,0 und 1,2 mm 

oben: Götz Koffer mit 35 Litern

oben: Woick Box 2 (38 Liter) und Box 3 (43 Liter) mit orig. Hepco & Becker Halterungen

oben: Därr Koffer mit Halterung für Hepco & Becker Träger

Zarges Alukoffer
Ähnlich wie die Koffer von Götz, Därr und Woick.
Mit geschäumter Deckeldichtung und verstärkten Randprofilen an Boden und Deckel.
Hebelspannverschluß, der mit einem Schließzylinder nachgerüstet werden kann.
37 Liter Stauraum (Breite 30 x Länge 50 x Höhe 33 cm)
Die Wandstärke beträgt 1 mm

oben: Zarges Koffer

Tesch Travel Taschen
Noch ein paar Heavy Duty Koffer die pro Stück rund 5 Kilo auf die Waage bringen.
Dafür kann man sie aber wohl auch als unkaputtbar bezeichnen.
Die Tesch Koffer gibt es in verschiedenen Größen von 39 - 49 Liter:
Uns sind die TTT 2 mit 46 Litern in die Finger geraten (Außenmaß Breite 26 x Länge 47 x Höhe 41 cm)
Der Deckel ist mit Klavierband fest am Koffer befestigt und kann nicht entfernt werden.
Die Öffnung erolgt über die Breitseite.
Auf dem Deckel befinden sich 4 Zurrösen an denen man weitere Gepäckstücke befestigen kann.
Die Koffer werden durch Einbauschlösser (Zubehör) verriegelt die sich auf dem Deckel befinden. Eine Plastikabdeckung soll sie vor Regen schützen.
Die Materialstärke beträgt 2 mm
Die neuen Tesch Koffer haben mittlerweile unten abgeschrägte Kanten.

oben: Tesch Travel Taschen 2 (46 Liter) mit Halterungen aus Alu U- Profilen

Touratech Zega Case
Die Touratech Zega- Cases gibt es in den folgenden Größen:
29 Liter (Größe 44 x 18,5 x 38 cm)
35 Liter (Größe: 44 x 22,5 x 38 cm)
41 Liter (Größe: 44 x 26,5 x 38 cm)

Die Deckel sind komplett abnehmbar. Auf ihnen sind bereits jeweils 4 Zurrösen angebracht, die einem die Möglichkeit bieten, weitere Gepäckstücke zu befestigen.
Ecken und Kanten sind abgerundet.
Das Aluminium hat eine Stärke von 1,5 mm

Touratech gibt in seiner Beschreibung an, dass im großen Koffer ein Helm unterzubringen ist. Wir haben allerdings weder den Arai Tour-X, noch den Shoei Hornet oder den Schuberth C2 dort hinein pressen können.

Eine sehr praktische Ergänzung zu den Koffern ist der Zega- table. Er wird über die Laschen der beiden Koffer gelegt und macht sie so zum Campingtisch. Zum Transport wird er einfach hochkant in den Koffer gestellt. Er ist dabei so schmal, dass er so gut wie keinen Platz raubt.



oben: Touratech Zega- Cases mit Touratech Haltern und Zega- table

Hepco & Becker Alu Exclusiv
Die Koffer und Deckel sind im Innern komplett mit einem dicken Schaumstoffpolster versehen. Das verhindert zum einen den lästigen Alu- Abrieb, nimmt einem aber auf Grund seiner Dicke doch einiges an Stauraum.
Da das Polster nur geklebt ist, kann es bei Bedarf vollständig entfernt werden, ohne es zu zerstören.
Alle Ecken sind mit einem zusätzlichen Aluwinkel verstärkt.
Bei den älteren Modellen ist der Deckel komplett abnehmbar, bei den neuen Modellen läßt er sich nur noch nach oben klappen.
Die aktuelle Version gibt es in zwei Ausführungen:
Alu Exclusiv 40, wobei das Volumen lt. Hersteller irreführenderweise dann doch nur 35 Liter beträgt (Länge 46 x Breite 26 x Höhe 36 cm) und
Alu Exclusiv 30 mit einem Volumen von 25 Litern (Länge 46 x Breite 23 x Höhe 33 cm)

oben: Hepco & Becker Alu Exclusiv (Rimowa Design)

Hepco & Becker Alu Standard
Die Standard Koffer besitzen stabile Rand- und Bodenprofile sowie zwei große, stabile Tragegriffe am Deckel.
Die Griffe lassen sich ebenfalls zum Verzurren weiterer Gepäckstücke nutzen.
Der Deckel läßt sich nicht abnehmen sondern wird lediglich aufgeklappt. An der Innenseite verläuft am Rand eine Dichtung, die die Koffer wasserdicht macht.
Die Materialstärke beträgt 1,5 mm.
Es gibt die Alu Standard Koffer in 2 Größen.
Alu Standard 45 (Inhalt 43 Liter): Länge 48,5 x Breite 30 x Höhe 35 cm
Alu Standard 38 (Inhalt 35 Liter): Länge 48,5 x Breite 24 x Höhe 35 cm

Warum die Typenbezeichnung der Hepco & Becker Koffer in Bezug auf ihre tatsächliche Größe derart irreführend ist, bleibt wohl ein Geheimnis des Herstellers.
Die Anbringung der Koffer an den Träger ist denkbar einfach und mit einem Griff erledigt: die Koffer werden einfach in den Träger eingehängt. Das Schloss das sich an der Schmalseite des Koffers befindet greift dabei in das hintere Rohr des Trägers und wird verschlossen. That´s it!
Zu beachten gilt in jedem Fall, dass die Hepco & Becker Koffer nur mit den Trägern des gleichen Herstellers kompatibel sind. Es ist also nicht möglich, die Boxen an einen Kofferträger von z.B.Touratech, Givi oder einem anderen Hersteller zu montieren. Zumindest nicht, wenn man das Haltesystem des Koffers beibehält.
Wir haben die originalen Halterungen demontiert und durch Touratech Halter ersetzt. Auf diese Weise können  die Koffer nach dem persönlichen Geschmack am Träger positioniert werden.

oben: Hepco & Becker Alu Standard (die Griffe der Deckel sind noch nicht montiert)

oben: Hepco & Becker Alu Standard mit Touratech Halterungen

Eine nützliche Ergänzung zu den Alukoffern sind die Halterungen für Reservekanister und Trinkflasche(n).
Der kleine Kunststoffkanister faßt 2 Liter und kann natürlich auch als Wasserkanister genutzt werden.
Den Flaschenhalter gibt es für eine und zwei Flaschen.
In unserem Fall nutzen wir den Kanister für den Wasservorrat, eine Flasche für ein Erfrischungsgetränk (blau = Wasser) und die andere für unser mitgeführtes Olivenöl (grün = Olive). Auf Grund der logischen Farbgebung gibt es bei einem Schluck aus der Pulle keine ungewollten Überraschungen.

oben: Touratech Kanister- und Flaschenhalter

 

oben: Hepco & Becker Alu Standard in der 38 Liter Version

Kofferträger:
Für den Otto- Normal- Reisenden sind die im Handel erhältlichen Stahlrohrträger absolut ausreichend.
Hepco & Becker und auch Givi/ Five Stars verwenden Rohre mit einem Durchmesser von 15 mm. Touratech setzt auf einen Rohrdurchmesser von 18 mm. Alle Träger sind kunststoffbeschichtet.
Einen Umfaller stecken die o.g. Träger meist klaglos weg. Sollte unterwegs dann doch einmal eine größere Beschädigung eintreten und der Träger dabei zu Bruch gehen, so ist es in der Regel kein Problem, das Teil selbst in einer kleinen Werkstatt schweißen zu lassen.
Falls man sich für Kauf eines Kunststoffträgers entscheidet, sollte man neben der geringeren Belastbarkeit auch die große Problematik der Reparatur nicht außer Acht lassen.
Einige Hersteller, die Koffer als Sonderanfertigung herstellen, bieten ebenfalls maßgefertigte und als pistentauglich gepriesene Träger an. Unter diesen Angeboten gibt es dann auch recht grobschlächtige Vierkant Konstruktionen.
Bei dieser Variante sollte man auf jeden Fall beachten, dass der Träger derart massiv ist, dass es einem im Falle eines Falles eher das Rahmenheck verzieht oder sogar bricht als dass der Träger die Verformung annimmt. Also bitte darauf achten, dass der Träger nicht "overdressed" ist.
Das immer wiederkehrende An- und Abbauen der Koffer hinterläßt im Laufe der Zeit natürlich Spuren am Träger. Ein völliges Durchrosten werden wir aber wohl kaum miterleben.
Die angescheuerten Stellen lassen sich prima mit Hammerite behandeln und so ist der Träger über sehr viele Jahre einsatzbereit.

oben: Hepco & Becker Träger

oben: Touratech Träger

oben: Givi / Five Stars Träger

oben: OFF-THE-ROAD Koffer- und Gepäckträger
Handgefertigte Schweißkonstruktion aus 20mm Stahlrohr.
Für Rüttelpisten und Afrika Durchquerer geeignet.

oben: Tesch Träger - ohne Worte